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LUDWIG BUSSE, STEFAN HERZ,
JENS WINDAN

„Die Autoren können ihre Fähigkeiten im Forschungspraktikum erweitern.“ – zugegeben, als wir diesen Satz von Ursula Heller bei der Preisverleihung des ersten oberfränkischen Regionalwettbewerbes „Jugend forscht“ im Audimax der Universität Bayreuth vorgelesen bekamen, da konnten wir die Tragweite dieser Aussage noch nicht so richtig erfassen. Ein mehrtägiges Praktikum in einem Unter-nehmen mit engem Bezug zu dem von uns bearbeiteten Thema soll es sein, erklärte uns die Jury dann; spannend war es also, weni-ge Wochen später zu erfahren, wohin wir reisen durften: Nach Obernburg am Main, einer Stadt im Spessart mit etwa 8000 Einwoh-nern, um dort vom 10. bis zum 12. September 2002 an drei lehrreichen und anregenden Tagen die Entwicklungsabteilung des Unter-nehmen Reis Robotics kennen zu lernen.

Dann standen wir also da, im Foyer des Hauptgebäudes. Und schon kam er: Diplomingenieur Axel Fischer, Leiter des Bereichs Ent-wicklung, hieß uns willkommen. Dank seiner aufmerksamen und liebenswürdigen Weise im Ungang mit uns waren erste Ungewisshei-ten auch schnell vorbei – konnten wir doch schließlich zum ersten Mal mehrere Tage lang hinter die Kulissen eines Betriebes sehen. Herr Fischer erläuterte uns zuerst einige grundlegende Dinge zum Untenehmen Reis Robotics. Technologisch führend sei es im Be-reich der Roboter- und Systemintegration; dabei diene die große Erfahrung bei der Planung und Realisierung schlüsselfertiger Auto-mationsanlagen als Grundlage für die erfolgreiche Unternehmensentwicklung von 1957 bis heute – Tatsachen, von denen wir uns in der nächsten Zeit realitätsnah überzeugen konnten.

Wie wird ein Roboter am Bildschirm konstruiert und optimiert? Aus welchem Material müssen die verschiedenen Bestandteile herge-stellt werden, damit der Roboter die größtmögliche Stabilität aufweist? Fragen, die der Besuch bei Reis Robotics beantwortete. In der Mechanikabteilung erklärten die Spezialisten uns unter anderem, wie heute mithilfe der Finiten-Element-Methode simuliert werden kann, ob ein eckiger Baustein oder ein rundes Rohrstück größerem Druck standhalten kann. Den Abschluss unserer Erkundungstour bildete die Hardwareabteilung. Hier werden elektronische Schaltungen entworfen, die später Teil der Roboter sein werden. Der redun-dant aufgebaute Safety-Controler etwa überwacht alle Bewegungsabläufe des Roboters und kann diesen bei Unstimmigkeiten inner-halb kürzester Zeit anhalten, um Unfälle mit Menschen zu vermeiden.

Einmalige und für uns sehr wertvolle Eindrücke und Erfahrungen konnten wir bei unserem Aufenthalt bei Reis Robotics sammeln und mit nach Hause nehmen. So sagen wir Dank dem Sponsorpool Jugend forscht Bayern – insbesondere auch für die Auswahl eines für uns so ansprechenden Unternehmens – und dann natürlich Reis Robotics für seine Bereitschaft, uns diese Einblicke zu gewähren. Herr Axel Fischer, Leiter des Bereichs Entwicklung, und die Mitarbeiter haben sich die Zeit genommen, uns über ihre Arbeit zu berich-ten. Danke dafür!