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JUFO GO! STARTGUTHABEN
FÜR EINE FORSCHERSCHULE
Sonderpreis 2004 geht an das
Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach
Das Hanns-Seidel Gymnasium Hösbach wird in diesem Jahr mit
dem begehrten Sonderpreis des Sponsorpools Bayern Jugend forscht
e. V. ausgezeichnet. Diese mit 5.000 € dotierte Auszeichnung
wird am 21. Oktober 2004 in den Räumen der bayerischen Forscherschule
des Jahres im Rahmen einer Festveranstaltung übergeben.
Auf Vorschlag der bayerischen Wettbewerbsleiter von Jugend forscht
haben der Poolverwalter Jochen Dotterweich und der Patenbeauftragte
der E.ON Bayern AG, Josef Schönhammer, die Siegerschule ausgewählt.
Prämiert werden Schulen, die den Forschernachwuchs in außergewöhnlicher
Weise fördern. Die Verwendung der Mittel ist zweckgebunden
und soll für die Laborausstattung im naturwissenschaftlichen
Bereich verwendet werden. Nachdem im Jahr 2002 das Apian-Gymnasium
Ingolstadt und im Jahr 2003 das Arnold-Gymnasium Neustadt das attraktive
Startguthaben für eine Forscherschule entgegen nehmen konnten,
geht der Preis in diesem Jahr nach Unterfranken.
Es hat sich längst über die Grenzen Bayerns hinaus herumgesprochen:
Am Hösbacher Hanns-Seidel Gymnasium macht Forschen Schule!
Seit 1987 entsandte die Schule 101 Arbeiten in die Wettbewerbe „Jugend
forscht“ und „Schüler experimentieren“. 15
Landessiege (davon 11 in Chemie), ein Bundessieg und sieben Platzierungen
bei den Bundeswettbewerben der letzten Jahre sind die stolze Bilanz.
Beim Wettbewerb „Europas Jugend forscht für die Umwelt“
belegten Hösbacher Jungforscherteams zweimal den zweiten Platz.
Die erfolgreichsten Tüftler waren Andreas Rausch und Patric
Wedlich, die von 1995 bis 1999 viermal in Folge mit dem Landessieg
ausgezeichnet wurden. Dass Forschen keine Angelegenheit für
blutleere Theoretiker ist, zeigt die Bandbreite der Themenauswahl.
Sie reicht vom Geruchsspeicher für Körperschweiß
über FCKW-Schredder und Radikal-Killer bis zum Bau von Trichterlautsprechern
und der Entschlüsselung indischer Seiltricks. Partnerschaften
mit dem Handwerk, dem Mittelstand, der Großindustrie und Hochschulen
tragen dazu bei, Arbeiten über schulisches Niveau hinaus reifen
zu lassen.
Die „Jugend-forscht“- Aktivitäten geben der Schule
ein unverwechselbares Profil in der Region. Sie gilt als Forscher-Gymnasium,
als Erfinderwerkstatt und Talentschuppen für junge Denker mit
praktischer Intelligenz. Erstaunlicherweise nimmt die Öffentlichkeit
nicht nur regen Anteil an den Erfolgen, sondern auch an den behandelten
Themen und den Ergebnissen. Dies ist ein eindrucksvoller Beleg dafür,
dass die Schule in der Region tief verwurzelt ist und dass junge
Leute offenbar als unverdächtige und überzeugende Botschafter
des wissenschaftlichen Fortschritts gelten.
Das Hösbacher Forschungsschiff hat zwei Motoren: Ein Physiker,
Claus-Peter Horn, und ein Chemiker, Dr. Roland Full, die auch Lehrer
geworden sind, um die selbst erlebte Faszination des Wissenschaftlers
weiterzugeben und Schüler zu motivieren, sich auf das Abenteuer
Forschung einzulassen. Sie empfinden es als Bereicherung, wenn sie
ausgetretene Lehrpfade verlassen und Schüler aus der Rolle
des Konsumenten in die des Protagonisten führen können.
In der Wettbewerbsrunde 2004 war das Hanns-Seidel Gymnasium mit
acht Arbeiten vertreten. Drei davon wurden auf dem Regionalwettbewerb
zu Siegern gekürt. Simon Griebel (13) und Max Prentner (12)
waren in Chemie bei „Schüler experimentieren“ mit
der Arbeit „Die Pflanzenklinik: Arzneimittel in Pflanzenversuchen“
erfolgreich. Sie belegten in Dingolfing den 3. Platz. Julia Franz
(18) und Karin Krumbolz (17) traten mit dem Thema „Trink dich
jung! - Antioxidantien in Tees und anderen Getränken“
an. Sie holten sich damit den Regional- und den Landessieg in Chemie.
Das Trio Patrick Jeschke (18), Florian Kunkel (18) und Christoph
Dann (16) erreichte im Fachgebiet Technik mit der Arbeit „
Gruppenarbeit für Roboter – Problemlösung nach dem
Vorbild fleißiger Ameisen“ das Landesfinale und landete
dort auf dem 3. Platz.
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